Führungen SolothurN

 

Solothurn ist die schönste Barockstadt der Schweiz. 2000 Jahre alte Geschichten sind hier in den Mauern verborgen. Kommen Sie mit auf einen Rundgang der Ihnen bleibende Eindrücke aus der römischen, mittelalterlichen oder frühneuzeitlichen Epochen hinterlassen wird.

 

Marie-Christine Egger führt Sie als Bettelweib, Dienstmädchen oder als Madame de Coin persönlich durch die Altstadt. Oder begleiten Sie die Marketenderin, Maria Angulata oder den Nachtwächter.

 

Sie werden ein Stück Geschichte erleben.

 

Wir freuen uns auf Sie.

Stadtführungen in Solothurn

Aktuell

30 Jahre Solothurn Stadtführungen von 1987-2017 mit Marie-Christine Egger. Die schönste Barockstadt der Schweiz

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«Handwerk Gestern und Heute»

Auf den Spuren der
11 Solothurner Zünfte

Donnertag, 12. Dezember 2019

19.00 – 21.00 Uhr

Grosse Nachfrage –
9. Durchführung

«BÜCHER statt BILDER - BUCHDRUCK bringt BILDUNG»

Maria Angulata stellt Renaissance und Humanismus in Solothurn vor

Sonntag, 15. September 2019 (Bettag)

«WEINFLÖSSER, WEINFÄSSER und WEINKONSUM»

Die lebensfrohen und festfreudigen Solothurner - Führung mit drei Degustationen

Sonntag, 13. Oktober 2019

17.00 – 19.00 Uhr

«Schweizer SCHLÖSSERTAG auf Schloss Waldegg»

4. nationale Schlössertag

Sonntag, 06.Oktober 2019

Schloss Waldegg

Grabstein in der Einsiedelei

«WEINFLÖSSER, WEINFÄSSER und WEINKONSUM»

 

Die lebensfrohen und festfreudigen Solothurner - Führung mit drei Degustationen

 

Sonntag, 13. Oktober 2019

17.00 – 19.00 Uhr

 

Die Geschichte von Wirthen und Weinschenken, Küefern und Fassbindern, Sinnern, Einlässern, Weinschätzern, Flössern, Schleppern und Schiffziehern.

Haben Sie Öl am Hut? Haben Sie einen Affen oder einen Kater? Sind Sie blau? Dann sind Sie „chargé pour Soleure“. Kommen Sie mit ins lebensfrohe alte Solothurn und tauchen Sie ein in die Geschichte des Weins! Stossen Sie bei 3 Konsumationen wie damals üblich auf die Heiligen an –bereits im 11. Jh. gab es 25'000 Heilige!

 

Die Römer brachten den Wein in Amphoren nach Salodurum. Oft benutzten Sie auch Schläuche aus Ziegen- oder Schweinehaut. Ein Graffiti in Pompei lautet: Wir sind voll wie die Schläuche!

Im Mittelalter benutzte man für den Transport Holzfässer. Karl der Grosse hatte diese in Unkenntnis des Gärungsprozesses auch für den Weintransport vorgeschrieben. Aber die Fässer waren nicht dicht. Zum Glück hatten die Flösser auf der Aare jeweils ein Ergänzungsfässchen dabei. Allerdings hat dieses nie ausgereicht…

Im Mittelalter liebte man es, den Wein mit exotischen Gewürzen zu verbessern. Die getrunkenen Quantitäten waren erstaunlich hoch. Doch das Wasser war in den Städten knapp und voller Krankheitskeime. Die Abwässer der Kloaken gingen ins Grundwasser, aus dem die Sodbrunnen gespeist wurden. Sogar Dienstboten bekamen Wein, und gekocht wurde lieber in Wein als in Wasser. Wein war ein Grundnahrungsmittel!

Im 14. Jh. schlossen sich die Handwerker zu Zünften zusammen. In den Zunftstuben und nicht in den Gaststuben fanden die opulenten Feste statt. Bratensaft macht Bruderschaft! Mitglied der Wirthenzunft waren alle, die das Handwerk rund um den Wein ausübten. Zwar durften in den Zünften keine Frauen mittrinken; aber auch Frauen schätzten die Trinkfertigkeit und stellten diese unter Beweis.

1449 verburgrechteten sich Solothurn und Le Landeron. Dieser Vertrag wurde regelmässig erneuert und führte zu einer engen Freundschaft. Noch heute kommt der grösste Teil unseres Bürgerweins aus Le Landeron. Weshalb nun diese Reben an das Bürgerspital gefallen sind, über den Weinkonsum der Patienten und des Pflegepersonals, dazu gibt es viele lustige Geschichten.

Zwar wächst in unserer Lieblings-Schwesterstadt im Westen eigener Wein; leider ist es der sauerste Wein der Welt. Weshalb die eifersüchtigen Nachbarn dies erzählen und weshalb ein Grenchner für ein Mass Wein seine Frau verkauft hat, erfahren Sie an dieser kurzweiligen Führung mit Marie-Christine Egger. Gotthelf sagte über die Solothurner: Chalchbode vertreit meh!  Prost!

 

Besammlung: Baseltor, Aussenseite (Ost)

Kosten: Fr. 20.- pro Person, inkl. Verpflegung

Dauer: ca. 2h inklusive Halt und Konsumation

Öffentliche Führung: Anmeldung nur bei Gruppen notwendig.

 

 

Informationen zur Vernissage am 18. Juli 2019:

«ERHABENES BAROCKERLEBNIS IN DER BAROCKSTADT»

Einladung

Bildmaterial und Pressemitteilung für Presseartikel

 

 

 

«BÜCHER statt BILDER - BUCHDRUCK bringt BILDUNG»

Maria Angulata stellt Renaissance und Humanismus in Solothurn vor

 

Sonntag, 15. September 2019

17.00 – ca. 19.00 h

Die der damaligen Mode gemäss prächtig gekleideten Dame Maria Angulata - passend zum Statussymbol ihres Mannes, erzählt von der beginnenden Neuzeit. Das Selbstbewusstsein der Bürger erwacht. Die Künste blühen. Solothurn sucht die Nähe zu Frankreich. Chorherren pflegen mit Zwingli einen regen Briefwechsel - die Kirche wird hinterfragt.

Bei einem Unterbruch im Roten Turm zeigt Ihnen Maria Angulata einzigartige Raritäten aus ihrem Kuriositätenkabinett. Diese Epoche umfasst Architektur, Musik, Tanz, Medizin, Kulinarisches und vieles mehr.

 

Die der damaligen Mode entsprechend prächtig gekleidete Renaissance Dame Maria Angulata-Egger reist mit Ihnen in die beginnende Neuzeit (16./17.Jh): Es ist wichtige, aber wenig bekannte Epoche des Stadtstaates Solothurn. Zwar kennt man die militärischen Erfolge, aber die geistigen Leistungen sind es wert, deutlicher hervorgehoben zu werden.

Die Philosophen und Wissenschaftler sind vom Humanismus getragen. Die Menschen dieser Zeit beginnen wieder nachzudenken und eigenständig zu handeln. Humanisten fördern neue Ideen, sind aber keine Fanatiker.

Humanistisch gebildete Politiker bereisen Europa. Die Strassen sind staubig oder sumpfig. In der Nacht ist ein Weiterkommen unmöglich. Die Verständigung hingegen ist kein Problem, denn alle Gebildeten sprechen fliessend Latein und meist auch Altgriechisch.

An der Stiftsschule unterrichten von Glarean unterwiesene Professoren das Trivium Dialektik, Grammatik und Rhetorik. Auch Musik wird unterrichtet. Bereits 1520 gibt es 4 Choraulen (St. Ursenknaben). Glarean hat die damalige Musiktheorie zusammengefasst, erweitert und die Zahl der Tonarten auf 12 erhöht (Dodekachordon).

Schon 1546 besitzt Solothurn 5 Schulen. 1595 wird der Unterricht obligatorisch, armen Bürgersöhnen wird der Unterricht aus dem Almosenfond bezahlt. Seit einiger Zeit werden Bücher gedruckt. Solothurn besitzt wertvolle Bibliotheken.

Die Antike und die Geschichte werden entdeckt. «Nirgends holt man sich bessern Rat für die Zukunft als aus der Vergangenheit», meint der gelehrte Stadtschreiber Hans-Jakob vom Staal. Der Begriff des finsteren Mittelalters entsteht.

Mit Zwingli wird ein reger Briefwechsel geführt, die Kirche wird hinterfragt. Kopernikus entdeckt das Gesetz der Planetenbewegungen. Leonardo da Vinci, Kepler und Galilei realisieren, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist. Kann man das biblische Weltmodell noch ernst nehmen?

Solothurn sucht die Nähe Frankreichs. Der Ambassador findet hier eine standesgemässe Unterkunft. Höfisches Leben hält Einzug in Solothurn.

Zur Zeit der Renaissance beginnt der Mensch, sich als Individuum wahrzunehmen. Diesen Individualismus können die Teilnehmer an der Führung beim Tanzen einer Pavane am eigenen Leib erfahren. Bei diesem Schreittanz wird das Selbstbewusstsein fühl- und sichtbar. «Keinem sei hörig, wer sich selbst zu gehören vermag», verkündete Paracelsus.

Bei einem Unterbruch im Roten Turm zeigt Ihnen Maria Angulata-Egger einzigartige Raritäten aus ihrem Kuriositätenkabinett. Sie hören von allem was diese Epoche umfasst: Architektur, Musik, Tanz, Medizin, Kulinarisches und vieles mehr.

Lassen Sie sich von Marie-Christine Egger in dieses interessante Zeitalter entführen, welches massgeblich unsere heutige Gesellschaft mitgestaltet hat.

 

Besammlung: Baseltor, Aussenseite (Ost)

Kosten:  Erwachsene Fr. 20.-, Kinder Fr. 10.-

Öffentliche Führung: Anmeldung nur bei Gruppen notwendig.

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Projektleitung: Dr. Margit Widmann

TELEFON  076 533 11 55

Führungen Solothurn

In der Altstadt Solothurn beim Brunnen, die Hanwerker von Gestern und Heute
«HANDWERK GESTERN UND HEUTE» AUF DEN SPUREN DER 11 SOLOTHURNER ZÜNFTE Do, 12. Dezember 2019 Der andere Stadtbummel durch Solothurn. Lassen Sie sich durch die Geschichte vom Gewerbe damals und der Situation des Gewerbes heute führen. Entdecken Sie das Handwerk vor Ort bei der Arbeit - Made in Solothurn Lädelisterben? Nicht in Solothurn! Denn unsere Gewerbe sind individuell und innovativ. Lassen Sie sich beeindrucken von der Kunst früherer Handwerker und deren Zunfthäusern. Auf unserem Rundgang begegnen wir allen 11 Zünften - danach kennen Sie auch die Standorte der 11 Zunfthäuser in Solothurn. Fünf Gewerbetreibende zeigen Ihnen, wie sehr sich das Handwerk verändert hat, bei einem Besuch der Handwerksbetriebe mit Blick hinter die Kulissen – das Gewerbe heute. Marie-Christine Egger berichtet über das «alte Solothurn» – das Gewerbe damals. Die Einblicke in das Handwerk «in Aktion» zeigen Ihnen: Handwerkskunst hat goldenen Boden – nur mit Ihrem Beitrag auch in der Zukunft Treffpunkt: vor dem Bieltor, Seite Amtshausplatz Anmeldung: info@solothurn-stadtfuehrungen.ch, Teilnehmeranzahl begrenzt Kosten: Fr. 20.- / Person

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Grabstein in der Einsiedelei

FÜHRUNGEN SOLOTHURN

«HANDWERK GESTERN UND HEUTE»

AUF DEN SPUREN DER 11 SOLOTHURNER ZÜNFTE

 

Do, 12. Dezember2019

 

Der andere Stadtbummel durch Solothurn.

Lassen Sie sich durch die Geschichte vom Gewerbe damals und der Situation des Gewerbes heute führen. Entdecken Sie das Handwerk vor Ort bei der Arbeit - Made in Solothurn.

 

 

 

 

 

Lädelisterben? Nicht in Solothurn! Denn unsere Gewerbe sind individuell und innovativ.

Lassen Sie sich beeindrucken von der Kunst früherer Handwerker und deren Zunfthäusern. Auf unserem Rundgang begegnen wir allen 11 Zünften - danach kennen Sie auch die Standorte der 11 Zunfthäuser in Solothurn.

Fünf Gewerbetreibende zeigen Ihnen, wie sehr sich das Handwerk verändert hat, bei einem Besuch der Handwerksbetriebe mit Blick hinter die Kulissen – das Gewerbe heute. Marie-Christine Egger berichtet über das «alte Solothurn» – das Gewerbe damals.

Die Einblicke in das Handwerk «in Aktion» zeigen Ihnen: Handwerkskunst hat goldenen Boden –  nur mit Ihrem Beitrag auch in der Zukunft

 

Treffpunkt: vor dem Bieltor, Seite Amtshausplatz

Anmeldung: info@solothurn-stadtfuehrungen.ch, Teilnehmeranzahl begrenzt

Kosten: Fr. 20.- / Person

«WEINFLÖSSER, WEINFÄSSER und WEINKONSUM»

Die lebensfrohen und festfreudigen Solothurner - Führung mit drei Degustationen

 

Sonntag, 13. Oktober 2019

17.00 – 19.00 Uhr

 

Die Geschichte von Wirthen und Weinschenken, Küefern und Fassbindern, Sinnern, Einlässern, Weinschätzern, Flössern, Schleppern und Schiffziehern.

Haben Sie Öl am Hut? Haben Sie einen Affen oder einen Kater? Sind Sie blau? Dann sind Sie „chargé pour Soleure“. Kommen Sie mit ins lebensfrohe alte Solothurn und tauchen Sie ein in die Geschichte des Weins! Stossen Sie bei 3 Konsumationen wie damals üblich auf die Heiligen an –bereits im 11. Jh. gab es 25'000 Heilige!

 

Die Römer brachten den Wein in Amphoren nach Salodurum. Oft benutzten Sie auch Schläuche aus Ziegen- oder Schweinehaut. Ein Graffiti in Pompei lautet: Wir sind voll wie die Schläuche!

Im Mittelalter benutzte man für den Transport Holzfässer. Karl der Grosse hatte diese in Unkenntnis des Gärungsprozesses auch für den Weintransport vorgeschrieben. Aber die Fässer waren nicht dicht. Zum Glück hatten die Flösser auf der Aare jeweils ein Ergänzungsfässchen dabei. Allerdings hat dieses nie ausgereicht…

Im Mittelalter liebte man es, den Wein mit exotischen Gewürzen zu verbessern. Die getrunkenen Quantitäten waren erstaunlich hoch. Doch das Wasser war in den Städten knapp und voller Krankheitskeime. Die Abwässer der Kloaken gingen ins Grundwasser, aus dem die Sodbrunnen gespeist wurden. Sogar Dienstboten bekamen Wein, und gekocht wurde lieber in Wein als in Wasser. Wein war ein Grundnahrungsmittel!

Im 14. Jh. schlossen sich die Handwerker zu Zünften zusammen. In den Zunftstuben und nicht in den Gaststuben fanden die opulenten Feste statt. Bratensaft macht Bruderschaft! Mitglied der Wirthenzunft waren alle, die das Handwerk rund um den Wein ausübten. Zwar durften in den Zünften keine Frauen mittrinken; aber auch Frauen schätzten die Trinkfertigkeit und stellten diese unter Beweis.

1449 verburgrechteten sich Solothurn und Le Landeron. Dieser Vertrag wurde regelmässig erneuert und führte zu einer engen Freundschaft. Noch heute kommt der grösste Teil unseres Bürgerweins aus Le Landeron. Weshalb nun diese Reben an das Bürgerspital gefallen sind, über den Weinkonsum der Patienten und des Pflegepersonals, dazu gibt es viele lustige Geschichten.

Zwar wächst in unserer Lieblings-Schwesterstadt im Westen eigener Wein; leider ist es der sauerste Wein der Welt. Weshalb die eifersüchtigen Nachbarn dies erzählen und weshalb ein Grenchner für ein Mass Wein seine Frau verkauft hat, erfahren Sie an dieser kurzweiligen Führung mit Marie-Christine Egger. Gotthelf sagte über die Solothurner: Chalchbode vertreit meh! Prost!

 

Besammlung: Baseltor, Aussenseite (Ost)

Kosten:  Fr. 20.- pro Person, inkl. Verpflegung

Dauer: ca. 2h inklusive Halt und Konsumation

Öffentliche Führung: Anmeldung nur bei Gruppen notwendig.

 

«BÜCHER statt BILDER - BUCHDRUCK bringt BILDUNG»

Maria Angulata stellt Renaissance und Humanismus in Solothurn vor

 

Sonntag, 15. September 2019

17.00 – 19.00 Uhr

 

Die der damaligen Mode gemäss prächtig gekleideten Dame Maria Angulata - passend zum Statussymbol ihres Mannes, erzählt von der beginnenden Neuzeit. Das Selbstbewusstsein der Bürger erwacht. Die Künste blühen. Solothurn sucht die Nähe zu Frankreich. Chorherren pflegen mit Zwingli einen regen Briefwechsel - die Kirche wird hinterfragt.

Bei einem Unterbruch im Roten Turm zeigt Ihnen Maria Angulata einzigartige Raritäten aus ihrem Kuriositätenkabinett. Diese Epoche umfasst Architektur, Musik, Tanz, Medizin, Kulinarisches und vieles mehr.

 

Die der damaligen Mode entsprechend prächtig gekleidete Renaissance Dame Maria Angulata-Egger reist mit Ihnen in die beginnende Neuzeit (16./17.Jh): Es ist wichtige, aber wenig bekannte Epoche des Stadtstaates Solothurn. Zwar kennt man die militärischen Erfolge, aber die geistigen Leistungen sind es wert, deutlicher hervorgehoben zu werden.

Die Philosophen und Wissenschaftler sind vom Humanismus getragen. Die Menschen dieser Zeit beginnen wieder nachzudenken und eigenständig zu handeln. Humanisten fördern neue Ideen, sind aber keine Fanatiker.

Humanistisch gebildete Politiker bereisen Europa. Die Strassen sind staubig oder sumpfig. In der Nacht ist ein Weiterkommen unmöglich. Die Verständigung hingegen ist kein Problem, denn alle Gebildeten sprechen fliessend Latein und meist auch Altgriechisch.

An der Stiftsschule unterrichten von Glarean unterwiesene Professoren das Trivium Dialektik, Grammatik und Rhetorik. Auch Musik wird unterrichtet. Bereits 1520 gibt es 4 Choraulen (St. Ursenknaben). Glarean hat die damalige Musiktheorie zusammengefasst, erweitert und die Zahl der Tonarten auf 12 erhöht (Dodekachordon).

Schon 1546 besitzt Solothurn 5 Schulen. 1595 wird der Unterricht obligatorisch, armen Bürgersöhnen wird der Unterricht aus dem Almosenfond bezahlt. Seit einiger Zeit werden Bücher gedruckt. Solothurn besitzt wertvolle Bibliotheken.

Die Antike und die Geschichte werden entdeckt. «Nirgends holt man sich bessern Rat für die Zukunft als aus der Vergangenheit», meint der gelehrte Stadtschreiber Hans-Jakob vom Staal. Der Begriff des finsteren Mittelalters entsteht.

Mit Zwingli wird ein reger Briefwechsel geführt, die Kirche wird hinterfragt. Kopernikus entdeckt das Gesetz der Planetenbewegungen. Leonardo da Vinci, Kepler und Galilei realisieren, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist. Kann man das biblische Weltmodell noch ernst nehmen?

Solothurn sucht die Nähe Frankreichs. Der Ambassador findet hier eine standesgemässe Unterkunft. Höfisches Leben hält Einzug in Solothurn.

Zur Zeit der Renaissance beginnt der Mensch, sich als Individuum wahrzunehmen. Diesen Individualismus können die Teilnehmer an der Führung beim Tanzen einer Pavane am eigenen Leib erfahren. Bei diesem Schreittanz wird das Selbstbewusstsein fühl- und sichtbar. «Keinem sei hörig, wer sich selbst zu gehören vermag», verkündete Paracelsus.

Bei einem Unterbruch im Roten Turm zeigt Ihnen Maria Angulata-Egger einzigartige Raritäten aus ihrem Kuriositätenkabinett. Sie hören von allem was diese Epoche umfasst: Architektur, Musik, Tanz, Medizin, Kulinarisches und vieles mehr.

Lassen Sie sich von Marie-Christine Egger in dieses interessante Zeitalter entführen, welches massgeblich unsere heutige Gesellschaft mitgestaltet hat.

 

Besammlung: Baseltor, Aussenseite (Ost)

Kosten:  Erwachsene Fr. 20.-, Kinder Fr. 10.-

Öffentliche Führung: Anmeldung nur bei Gruppen notwendig.

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